Freundschaft
Sunday, 4. June 2006

Was ist eigentlich Freundschaft?

Freundschaft ist umgangssprachlich eine subjektive wahrgenommene positive zwischenmenschliche Beziehung, die sich als wechselseitiges Sympathie-Gefühl manifestiert. Die an einer freundschaftlichen Beziehung beteiligten Menschen bezeichnet man als Freundin bzw. Freund. Freundschaft bezieht sich in der Regel auf Beziehungen zwischen nicht genetisch verwandten Individuen, die darüber hinaus keine sexuellen Beziehungen unterhalten.

Nehmen wir mal diese beiden Sätze als Grundlage..... 

- Subjektiv
Natürlich sind Freundschaften immer subjektiv, denn sie entstehen aus einem Gefühl heraus. Aus Vertrauen in vielen Fällen. Oder aus deckungsgleichen Hobbies. Aber eine Freundschaft bleibt immer subjektiv, und damit hat eine Freundschaft auch immer das Risiko, dass man sich in seinem Freund täuscht. Das man der Meinung ist, nichts könnte diese Freundschaft erschüttern. Denn schließlich hat mal ja schon viel zu viel zusammen erlebt, zusammen durchgemacht, als das noch irgend etwas diese Freundschaft auf die Probe stellen könnte.
Leider, und hier rede ich im speziellen von der „Männerfreundschaft“, wird oftmals zu wenig miteinander geredet. Dieser Mangel an Kommunikation kann aber dazu führen, eine Freundschaft zu strapazieren, oder sie zu beenden.

- Positiv
Muss eine Freundschaft immer positiv sein? Sie sollte. Denn sonst könnte man wohl eher von einer Feindschaft sprechen. Aber gehören nicht auch die negativen Seiten, die in uns allen sind, mit zu dieser Freundschaft hinzu? Muss ich mich als Freund verbiegen um dem Anderen zu gefallen und um seiner Freundschaft wert zu sein? Oder sollte nicht vielmehr diese Freundschaft Bestand haben auch wenn ich mich einmal falsch verhalte? Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang auch das miteinander reden. Denn nur so kann ich erfahren ob ich mich falsch verhalten habe. Ohne miteinander zu reden werde ich nicht erkennen warum der Freund oder die Freundin nicht mehr mit mir redet.

- Wechselseitig
Zu einer Freundschaft gehören immer mindestens Zwei. Und wenn 2 Individuen durch eine Freundschaft verbunden sind, dann kann keiner von beiden davon ausgehen, das dem Anderen die Freundschaft genauso wichtig ist wie einem selbst. Wir können hoffen, dass der von dem wir glauben er ist der „beste Freund“, in uns auch diesen „besten Freund“ sieht. Aber vielleicht sind wir für ihn auch nur ein guter Kumpel, jemand der halt einfach da ist, mit dem man mal einen trinken gehen kann, aber den man auch mal ignorieren kann wenn man grad keine Lust oder Zeit hat.

- sexuelle Beziehung
Ich glaube das ist ein Thema über das man entweder seitenweise schreiben kann, oder es lieber gar nicht behandelt. Ich werde versuchen meine Sicht dazu in ein oder zwei Sätze zu fassen. Aus einer Freundschaft kann sich eine sexuelle Beziehung entwickeln, was aber in vielen Fällen dazu führt, dass die Basis der Freundschaft – das Füreinander da sein, das Sympathie-Gefühl – sich durch die räumliche und körperliche Nähe ändert.
Kann aus einer Beziehung eine Freundschaft werden? Auch wenn der Satz „Wir können ja Freunde bleiben“ immer gerne benutzt wird, so ist er doch mehr eine hohle Phrase die dem Verlassenen etwas Trost spenden soll.

 

Ich gehe mit dem Wort Freund recht vorsichtig um, und wenn ich mir die letzten 30 Jahre noch mal vor Augen führe, dann kann ich eigentlich nur 3 Personen benennen, die ich als Freunde sehe oder gesehen habe. Eine von diesen drei Personen hat sich inzwischen so weit von mir entfernt, dass ich mir seiner Freundschaft nicht mehr sicher bin.
Bei den beiden anderen kommt auf mich das oben genannte Problem des Miteindern-reden zu. Es gibt glaube ich in jeder Freundschaft Zeiten, die schwieriger sind. Wichtig ist es, in diesen Zeiten offen zu sein und mit seinen Freunden darüber zu reden. Denn wenn uns eine echte Freundschaft verbindet, dann wird sie an diesen Zeiten  nicht zerbrechen. Sich selbst zu öffnen  und Geheimnisse preis zu geben - denn das ist nun mal die Grundlage der Freundschaft: Vertrauen....

  • „Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern“; „Sie ist in Hinsicht auf das Leben (in der Gemeinschaft) höchst notwendig. Denn ohne Freunde möchte niemand leben, auch wenn er die übrigen Güter alle zusammen besäße ... Freundschaft ist Hilfe“  (Aristoteles)

 

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